Ausgestattet mit Handschuhen, Müllsäcken und Greifzangen ging es los. Gereinigt wurde auf Wegen, Grünflächen und Plätzen, von denen wir nicht mal am Schirm hatten, dass sie existieren.
Genau hinschauen lernen
Schon nach kurzer Zeit fiel auf, wie viel achtlos weggeworfen wird. Sarah W.: „Wenn man einfach vorbeiläuft, sieht man das gar nicht mehr wirklich. Wenn man sammelt, merkt man erst, wie viel zusammenkommt.“
Neben Verpackungen fanden sich auch Dinge, die dort ganz offensichtlich nicht hingehörten. Unter unseren kuriosesten Funden waren: zwei Fernsehbedienungen, eine Barbiepuppe ohne Kopf, ein Bademantel, gleich mehrere Gabeln aus Edelstahl und ein Wollknäuel inklusive Stricknadeln.
Alle Gegenstände sorgten für Gesprächsstoff und regten die Fantasie an, wie diese wohl hier gelandet sind. Die wildesten Theorien wurden aufgestellt, es wurde gescherzt und gelacht, wie das bei einem Schulausflug eben ist.
Gemeinsam arbeiten bedeutet schneller sein
Die Aktion war kein Wettbewerb, sondern Gemeinschaftsarbeit.
Viele kleine Teams waren unterwegs, tauschten Fundstücke aus, halfen sich gegenseitig und stellten fest, dass Zusammenarbeit erstaunlich effektiv sein kann.
Ganz nebenbei entstand auch ein anderer Blick auf den eigenen Wohnort:
Man kümmert sich stärker um etwas, wenn man selbst Zeit investiert hat.
Verantwortung auch über die Aktion hinaus mitnehmen
Am Ende stand nicht nur ein sichtbares Ergebnis, sondern auch die Erkenntnis, dass Umweltschutz im Alltag beginnt.
„Man überlegt jetzt zweimal, bevor man etwas fallen lässt und spricht andere eher darauf an,“ reflektiert David.
Solche Tage bleiben nicht wegen ihrer Dauer in Erinnerung, sondern wegen der Erfahrung, selbst etwas beigetragen zu haben.
Die Teilnahme an dieser Aktion zeigte, dass Schule nicht losgelöst von ihrem Umfeld ist. Sie ist Teil der Gemeinde und kann, gemeinsam mit anderen, Verantwortung übernehmen.

